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3D-Systems – Wo bleibt die Erholung?

Einst wurde die Aktie von 3D-Systems gehyped, heute spricht kaum jemand mehr davon. Seit Monaten kennt der Wert nur eine Richtung: nach unten. Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres fiel katastrophal aus. Von Wachstum fehlte bisher jegliche Spur. Allerdings haben Analysten die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

 

© 3D-Systems

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3D-Systems hat im abgelaufenen Quartal einen leichten Umsatzanstieg auf 160,7 Mio. Dollar erwirtschaftet. Der Gewinn je Aktie belief sich allerdings auf 0,05 Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal lag das Ergebnis je Aktie noch bei 0,15 Dollar. Grund für die miserablen Zahlen sei laut 3D-Systems vor allem ein Investitionseinbruch der Unternehmen.

Als Konsequenz wurde auch gleich die bisherige Jahresprognose gekappt. Einen Umsatz von 850 bis 900 Millionen Dollar und eine Bandbreite beim Gewinn je Aktie von 0,90 bis 1,10 Dollar wird der Konzern nicht erreichen.

 

HP will den Markt aufmischen

Zwar bietet 3D-Systems Geräte mit integrierten Gesamtlösungen wie Printmaterialien, Service für Privat- und Geschäftskunden oder Software an, doch scheint das nicht zu genügen. Experten gehen davon aus, dass der angekündigte Markteintritt von HP für den Einbruch der Bestellungen verantwortlich ist.

Ab 2016 will der Drucker-Riese den Markt mit einem 3D-Drucker aufmischen, der rund zehnmal schneller sein soll als herkömmliche Systeme trotz sehr hoher Detailgenauigkeit. Hoher Konkurrenzdruck ist ein großes Problem, gegen den  sich die alten Branchengrößen in der Zukunft behaupten müssen. Denn neben großen Unternehmen sorgen auch kleine nicht börsennotierte Start-Ups wie Carbon 3D für Aufsehen. Sie versprechen revolutionäre Ideen und verbesserte Technologien.

 

Noch ist nicht aller Tage Abend

3D-Systems kämpft gegen den harten Konkurrenzdruck mit allen Mitteln. Im Mai gelang es dem 3D-Druck-Spezialisten eine Kooperation mit der US Navy einzugehen. Das Ziel ist gemeinsam zu erforschen, inwieweit sich 3D-Druck für Schiffsbau und Reparaturen eignet. Sollten aus der Kooperation handfeste Aufträge werden, könnte sich das positiv auf die Zahlen auswirken.

Der Vorstand von 3D Systems, Abraham N. Reichental, ist von seinem Unternehmen und einer anstehender Kehrtwende überzeugt. Im Mai kaufte er 10.000 Aktien seines Unternehmens. Das ist nach der Veräußerung seiner Aktien im August 2014 wieder die erste Insidertransaktion.

 

3D-Systems-Aktie – Ein Schnäppchen?

Die Aktie von 3D-Systems erlebte 2013 eine Rallye. Am 6. Januar 2014 verzeichnete sie ihr Rekordhoch bei 67,16 Euro. So schnell wie die Aktie gestiegen war, so schnell fiel sie nach ihrem Hoch. Stabilisierungsansätze haben bisher nicht lange gehalten. Die Bullen beherrschen eindeutig das Bild.

Zuletzt hat die Notierung am 18. Juni ein neues Rekordtief bei 17,94 Euro erreicht. Erste Ansätze einer möglichen Erholung sind zwar da, doch muss die Aktie auf dem Weg nach oben viele Widerstände knacken. Eine erste Widerstandszone befindet sich gleich bei rund 19,60 Euro. Sie reicht bis ca. 21 Euro. Danach könnte die Aktie bis 24 Euro steigen bis sie wieder auf einen Widerstand stößt.

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Analysten zeigen sich in der letzten Zeit leicht uneins, was die weitere Entwicklung der Aktie angeht, doch der Konsens glaubt an steigende Kurse. Auf Sicht von fünf Jahren beträgt das prognostizierte Gewinnwachstum derzeit 20 Prozent

Glaubt man an eine positive Entwicklung der 3D-Druck-Branche, und damit auch steigender Umsatzzahlen bei 3D-Systems, könnten die aktuellen Tiefstände für einen Einstieg genutzt werden.

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