Aker Carbon Capture Aktie: Problemberg wächst

Der norwegische CO2-Abscheidungsspezialist verzeichnet dramatische Einbußen nach abgebrochenen Verhandlungen und kündigt Umstrukturierung mit Fokus auf Standardlösungen an.

Die Kernpunkte:
  • Monatlicher Wertverlust übersteigt 54 Prozent
  • Gescheiterte Verhandlungen bei 140-Millionen-Euro-Projekt
  • Kostensenkungsprogramm mit Personalreduktion geplant
  • Neuausrichtung auf standardisierte Modularlösungen

Aker Carbon Capture verzeichnet erhebliche Kurseinbußen in den vergangenen Wochen. Die Aktie des norwegischen Unternehmens schloss am Freitag bei 0,28 Euro, was einem Tagesverlust von 5,23 Prozent entspricht. Besonders dramatisch fällt der Monatsverlust von über 54 Prozent aus, während der Kurs seit Jahresbeginn um knapp 48 Prozent gefallen ist.

Der Spezialist für CO2-Abscheidungstechnologien gab aktuell bekannt, dass die seit Februar laufenden Verhandlungen über ein Großprojekt mit einem europäischen Industriekonzern abgebrochen wurden. Nach wochenlangen intensiven Gesprächen konnten sich die Parteien nicht auf die finanziellen Rahmenbedingungen einigen. Aker Carbon Capture sollte ursprünglich Anlagen zur CO2-Abscheidung im Wert von rund 140 Millionen Euro liefern. Die gescheiterten Verhandlungen setzen den Aktienkurs weiter unter Druck, nachdem dieser bereits seit Wochen unter erheblichen Turbulenzen leidet.

Operative Herausforderungen und Marktumfeld

Die aktuellen Schwierigkeiten reihen sich in eine Serie von operativen Rückschlägen ein. Aker Carbon Capture kämpft mit Verzögerungen bei anderen laufenden Projekten und steigenden Materialkosten, die die Margen belasten. Das Unternehmen hat darauf mit einem umfassenden Kostensenkungsprogramm reagiert. Dieses zielt darauf ab, die Betriebskosten um 15 Prozent zu reduzieren, was auch einen Personalabbau von etwa 10 Prozent der Belegschaft umfasst.

Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld für CCS-Technologien (Carbon Capture and Storage) anspruchsvoll. Trotz des wachsenden politischen Fokus auf Klimaschutz entwickeln sich die konkreten Investitionen in industrielle Dekarbonisierungsprojekte langsamer als erwartet. Die Volatilität der Aker Carbon Capture Aktie liegt mit annualisierten 186,54 Prozent auf 30-Tage-Basis außergewöhnlich hoch, was die Unsicherheit der Investoren widerspiegelt.

Strategische Neuausrichtung angekündigt

Als Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen kündigte das Management eine strategische Neuausrichtung an. Künftig will sich Aker Carbon Capture stärker auf kleinere, standardisierte Projekte konzentrieren, die weniger komplex in der Umsetzung sind und stabilere Margen versprechen. Das Flaggschiffprodukt „Just Catch“ – eine modulare, vorgefertigte Lösung zur CO2-Abscheidung – soll dabei im Mittelpunkt stehen.

Die Aktie notiert derzeit knapp 58 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 0,67 Euro, das im Mai 2024 erreicht wurde, und befindet sich etwa 11 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 0,25 Euro aus dem März. Analysten sehen die signifikante Abweichung vom 200-Tage-Durchschnitt von 0,51 Euro (aktuell -44,77 Prozent) als Indikator für einen anhaltenden Abwärtstrend. Ob die angekündigte Strategieanpassung eine Trendwende einleiten kann, wird maßgeblich von der erfolgreichen Umsetzung der Kostensenkungsziele und der Erschließung neuer Projektmöglichkeiten abhängen.

Aker Carbon Capture-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aker Carbon Capture-Analyse vom 5. April liefert die Antwort:

Die neusten Aker Carbon Capture-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aker Carbon Capture-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Aker Carbon Capture: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...