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AMS in freiem Fall – Jetzt einsteigen?

Bis vor wenigen Tagen war für die Aktionäre des österreichischen Konzerns AMS die Welt noch in Ordnung. Die Geschäfte liefen hervorragend und die Papiere legten einen bilderbuchmäßigen Aufwärtstrend hin. Ein Hoch folgte dem anderen. Aber dann diese Nachricht:

 

© AMS

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Gemäß einem Zeitungsbericht machte das Gerücht die Runde, dass der Halbleiterhersteller AMS einen Auftrag beim Schlüsselkunden Apple verlieren könnte. Damit nahm das Unheil seinen Lauf.

Zu viele Aktionäre mit zittrigen Händen ergriffen die Flucht und warfen ihre Papiere auf den Markt. In der Folge stürzten die Aktien von AMS von 55,37 Euro bis auf 39 Euro ab. Damit schien dann der Boden jedoch auch erreicht.

AMS bemühte sich leidlich um Schadensbegrenzung. Man gab bekannt, dass man sich nicht zu spezifischen Kundenbeziehungen oder Programmen äußert.

 

Quartalszahlen von AMS mit Rekordwerten

Der Konzern gehört zu den weltweit führenden Anbietern auf dem Gebiet hochwertiger Sensor- und Analog-Lösungen. Damit ist man durchaus erfolgreich, wie auch die Zahlen für das 1. Quartal 2015 belegten.

Danach stieg der Umsatz um satte 78% gegenüber dem Vorjahresquartal auf 153,3 Mio. Euro. Beim operativen Ergebnis erreichte AMS eine Steigerung um 140% auf 38,2 Mio. Euro. Damit verlieb ein Nettoergebnis von 42,2 Mio. Euro. Im Vorjahresquartal wurden hier 14,7 Mio. Euro erzielt.

Beim operativen Cashflow erzielte AMS nach 14,3 Mio. Euro im Quartal des Vorjahres nun 44,3 Mio. Euro. Zugleich erhöhte sich der Gesamtauftragsbestand von zuvor 85,5 auf 150,7 Mio. Euro. Laut AMS reicht die Produktpipeline bis über das Jahr 2016 hinaus.

Für das laufende Quartal wird ein weiteres Umsatzwachstum erwartet. Sowohl im Vergleich zum 1. Quartal dieses Jahres als auch zum Vorjahresquartal. Auch für das Gesamtjahr sollen Umsatz und Gewinn deutlich nach oben gehen.

 

Lohnt jetzt der Kauf von AMS?

AMS verfügt über eine starke operative Basis. Sollte man das Apple-Geschäft tatsächlich verlieren, gehen Analysten von einem Rückgang des Gewinns zwischen 5 bis 10% aus.

Dies wäre zwar ärgerlich, aber wie die Zahlen für das 1. Quartal gezeigt haben, nicht der Weltuntergang. Insofern hielten auch verschiedenen Analysten diesen starken Kursrückgang für übertrieben. Dieser Meinung schließen wir uns an.

150615 AMS

AMS wird unseres Erachtens nach auch künftig mit seinen Technologien erfolgreich am Markt vertreten sein. Erst kürzlich hat man kräftig investiert, um die Kapazitäten weiter ausbauen zu können.

Wir gehen sogar noch weiter. Das jetzt mehr als günstige Aktienniveau sollten Sie für einen Nachkauf bzw. Neueinstieg nutzen. Der Boden ist erreicht und bereits seit Börsenbeginn legte der Wert wieder leicht zu.

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