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Aurelius: Die Wogen glätten sich wieder

Bereits gestern hatte die Beteiligungsgesellschaft Aurelius ihre Quartalszahlen zum Auftaktquartal gemeldet. Dabei verbuchte das Unternehmen, das im wesentlichen Firmen und Unternehmensteile aus Restrukturierung bzw. Nachfolge-Situationen übernimmt, aufpäppelt, neu ausrichtet und dann später nach Möglichkeit gewinnbringend wieder weiterveräußert, ein Umsatzminus von 14 % auf 829,7 Millionen Euro. Allerdings ist das nicht unbedingt im Jahresverlauf zu vergleichen, da Aurelius bzw. seine Beteiligungsfirmen nicht nur von der Corona-Krise betroffen waren, sondern es auch die letzten zwölf Monaten einige Unternehmensverkäufe gab. Deshalb weist Aurelius immer den analysierten Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen aus, der einen Rückgang um 8,6 % verbuchte.

Dank positiver Ergebnisbeiträge aus Verkäufen konnte das Konzern-EBITDA von zuvor nur 29,4 Millionen Euro auf 122,7 Millionen Euro hochschnellen. Das ebenfalls ausgewiesene operative EBITDA, also ohne Einflüsse von Unternehmensverkäufen etc., wurde allerdings auf 24,8 Millionen Euro fast halbiert. Aurelius selbst sieht Corona für den weiteren Jahresverlauf als ziemliche Herausforderung an, weshalb man vorerst auf konkrete Prognosen verzichtet. Allerdings hofft Aurelius, dass im Zuge der Krise sich hier auch interessante Möglichkeiten für Zukäufe ergeben könnten.

Fazit: Nach den Zahlen kippte die Aktie unter ihre Unterstützungszone bei rund 14,70 Euro, scheint sich aber zur Wochenmitte zumindest schnell wieder zu fangen. Vorerst ist auch hier Stillhalten angesagt. Erst oberhalb von 17,50 Euro sollte man sich das Unternehmen aus technischer Sicht durchaus noch einmal anschauen.

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