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Aurora Cannabis, AirBnB, Aroundtown, Bombardier, CyberArk, HubSpot, Scout24, Wienerberger – Das sagen die Analysten

Neue und aktualisierte Analysteneinschätzungen per 12. Februar 2021 (Auswahl; Quelle FactSet)

Aurora Cannabis

Im Anschluss an die Vorlage der Q2-Zahlen des Cannabis-Produzenten Aurora Cannabis hagelte es Abstufungen. Dies insbesondere deshalb, weil der ausgewiesene Verlust von 12,1 Millionen Dollar (ex Restrukturierungskosten und Provisionszahlungen) deutlich höher ausfiel als von den Analysten erwartet. Immerhin konnte das Unternehmen den Umsatz um 28% auf 67,7 Millionen Dollar steigern, was besser war als erwartet.

Dennoch gab es mehrere Abstufungen der Aktie. So wurde der Wert von Desjardins Securities von Halten auch Verkaufen herabgestuft mit einem neuen Kursziel von 11 C-Dollar von zuvor 12 C-Dollar. MKM Partners stufte die Aktie ebenfalls neu auf Verkaufen nach einer bisherigen neutralen Bewertung. Needham stufte auf Under Performance von Halten zurück und. Die Aktie verlor am Freitag in Toronto rund 13,7 %.

Chart Aurora Cannabis

Chart Aurora Cannabis

 

AirBnB

Der Vermittler von Ferienwohnungen wird seine Quartalszahlen zum Abschlussquartal 2020 am 25. Februar vorlegen. Im Vorfeld hat Wolfe Research die Aktie auf Peer Perform von bislang Outperform zurückgestuft. Hier dürfte eine Rolle spielen, dass die hohe Bewertung (KUV derzeit bei 34,7, keine Gewinne) nur dann gerechtfertigt bleibt, wenn AirBnB auch entsprechend hohe Wachstumsraten vorweisen kann. Angesichts des derzeit unsicheren Umfeldes gehen da einige Analysten und Investoren lieber auf Nummer sicher. Die Aktie verlor im Freitagshandel 1,9%.

 

Aroundtown

Der deutsche Immobilienkonzern Aroubndtown wurde von Jefferies von zuvor Kaufen auf Halten zurückgenommen. Das Kursziel beließ der zuständige Analyst bei 6,30 Euro, ein aktuelles Upside-Potenzial von rund gut 8%. Dennoch ein eher konservatives Kursziel. Die Spannbreite bei FactSet liegt zwischen 6,00 Euro und 9,50 Euro.

Am Freitag ging die Aktie mit einem Abschlag von 1,89% aus dem Handel.

 

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Bombardier

Die am Donnerstag nachbörslich veröffentlichten Zahlen des kanadischen Flugzeugbauers Bombardier blieben zwar unter den Markterwartungen. Dennoch zeigten sich zahlreiche Analysten durchaus positiv gestimmt. Das galt insbesondere für den weiteren Geschäftsausblick. Außerdem wurde honoriert, dass Bombardier durch den Verkauf des Zuggeschäftes inzwischen eine deutlich klarere Unternehmensstruktur aufweisen kann.

In der Folge gab es beispielsweise von RBC Kapitel eine Hochstufung von bislang Sektor Performance auf Out Performance mit einem Kursziel von 1,00 C-Dollar nach bislang 0,60 C-Dollar. Bei FactSet reicht die derzeitige Kursziel-Spanne zwischen 0 und 1,00 C-Dollar. Weitere positive Einschätzungen gab es unter anderem auch von BMU Capital Markets, die zwar ihre Einstufung bei Market Performer beließen, das Kursziel allerdings von 0,40 C-Dollar auf 0,85 C-Dollar anhoben. Weitere Details zu den Zahlen in unserem separaten Beitrag.

Aufgrund dieser recht ansehnlichen Einschätzungen konnte die Aktie mit einem Plus von 1,6% den letzten Handelstag der Woche beschließen.

 

CyberArk Software

Der aus Israel stammende und an der Nasdaq notierte Spezialist für sichere Zugangs-Software CyberArk konnte bei seinem Quartalsergebnis die Erwartungen schlagen. Sowohl der Umsatz als auch der bereinigte Gewinn je Aktie lagen über den Markterwartungen. Allerdings stellte das Unternehmen für das neu angelaufene erste Quartal sowohl beim Gewinn je Aktie als auch beim Umsatz etwas geringere Werte in Aussicht als der Analystenkonsens.

Folge davon: Beispielsweise Colliers Securities stufte die Aktie von bislang Kaufen auf Neutral herunter. Immerhin wurde dieser Schritt hauptsächlich damit begründet, dass die Aktie nach der jüngsten Rallye schlichtweg zu teuer geworden ist.

Die Herabstufung bzw. die entsprechende Begründung verunsicherten am Freitag etwas die Anleger. CyberArk Software musste mit einem kleineren Abschlag von 0,6% ins Wochenende gehen.

 

HubSpot

Das Unternehmen bietet eine Cloud-basierte Marketing- und Vertriebs-Softwareplattform an und konnte im vierten Quartal 2020 sowohl bei den Umsatzzahlen eine deutlichere Steigerung zeigen, die über den Erwartungen lag, wie auch beim bereinigten Gewinn je Aktie. Dieser betrug 0,44 Dollar statt 0,23 Dollar je Aktie, wie im Analystendurchschnitt von FactSet. Gleichzeitig lieferte das Unternehmen einen recht ansehnlichen Ausblick. Insbesondere der Umsatz soll im laufenden Quartal deutlich stärker ansteigen als bislang im Markt erwartet. Beim Gewinn je Aktie ist man derzeit auf Analysten-Ebene. Dafür ist man deutlich optimistischer, was das Gesamtjahr angeht.

Daraufhin wurde die Aktie unter anderem von Raymond James auf Strong Buy angehoben. Mizuho Securities USA stufte die Aktie von Neutral auf Kaufen hoch und erhöhte gleichzeitig das Kursziel von zuvor 360 Dollar auf jetzt 525 Dollar.

Das elektrisiert auch andere Anleger. Die Aktie schoss am Freitag im regulären Handel um 16,3% nach oben.

Chart HubSpot

Chart HubSpot

 

Scout24

Der deutsche Internet-Akteur Scout24 wird zwar seine Zahlen zum vierten Quartal voraussichtlich erst am 25. März präsentieren. Doch im Vorfeld hat Goldman Sachs seine Einstufung von zuvor Neutral auf Kaufen angehoben. Begründet wurde dieser Schritt vor allem damit, dass die durchschnittlichen Umsätze pro Kunde (ARPU -Average Revenue per User) auf absehbare Zeit besser als erwartet ausgebaut werden könnten. Außerdem wurde die Kapital-Allokation positiv herausgestellt. Deshalb wurde auch das Kursziel von zuvor 74,20 Euro auf 77,40 Euro angehoben. Die bei FactSet gelisteten Analysten operieren diesbezüglich derzeit in einer Spanne zwischen 62-85 Euro.

Die Aktie von Scout für 20 konnte am Freitag ein Plus von 3,8% ausweisen.

 

Wienerberger

Der Marktführer bei Dachschindeln wird voraussichtlich sein Ergebnis zum vierten Quartal am 24 Februar präsentieren. Zuvor gibt es von BNP Paribas eine Herabstufung von zuvor Halten auf Kaufen. Dabei wird auch das Kursziel deutlich nach oben gesetzt von bislang 27 Euro auf 36 Euro. Damit liegt BNP Paribas an der Spitze der Range von 24-36 Euro je Aktie, die derzeit bei FactSet geführt wird.

Die Aktie von Wienerberger schloss den Freitags-Handel mit einem Plus von 0,98%.

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