Coeur Mining Aktie: Schwierige Herausforderungen warten
Der Edelmetallproduzent kämpft mit technischen Schwierigkeiten in der Rochester-Mine, steigenden Betriebskosten und verschärften Kreditbedingungen.

- Produktionsrückgang nach technischen Problemen
- Kreditrahmen reduziert, Zinsen erhöht
- Umfassendes Kostensenkungsprogramm geplant
- Absicherung der Edelmetallproduktion verstärkt
Coeur Mining verzeichnete am Freitag einen deutlichen Kursrückgang von 11,04 Prozent und schloss bei 4,43 Euro. Der Silber- und Goldproduzent setzt damit seinen negativen Trend fort und hat über die vergangene Woche mehr als ein Fünftel seines Wertes (-21,47 Prozent) verloren. Die aktuelle Notierung liegt damit fast 24 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt.
Das Unternehmen hat kürzlich einen Rückschlag bei seinem Expansionsprojekt in der Rochester-Mine in Nevada hinnehmen müssen. Nach anfänglichen Produktionserfolgen im ersten Quartal traten technische Schwierigkeiten auf, die den Verarbeitungsdurchsatz erheblich reduzierten. Diese Probleme führten zu einer Überprüfung der Jahresprognose, die nun deutlich nach unten korrigiert werden musste. Die Produktion wird voraussichtlich um 15-20 Prozent unter den ursprünglichen Erwartungen liegen.
Parallel dazu belasten steigende Betriebskosten die Margen des Unternehmens. Insbesondere die Energiekosten haben sich in den vergangenen Monaten deutlich erhöht, was die Produktionskosten pro Unze um durchschnittlich 7,8 Prozent ansteigen ließ. Diese Kostensteigerungen in Verbindung mit den operativen Herausforderungen haben die Rentabilität des Unternehmens erheblich beeinträchtigt.
Herausforderungen bei der Fremdfinanzierung
Die finanzielle Lage von Coeur Mining verschärft sich zudem durch die jüngste Überarbeitung der Kreditbedingungen. Die Bankengruppe hat die Kreditfazilität des Unternehmens neu bewertet und strengere Auflagen festgelegt. Der verfügbare Kreditrahmen wurde von 350 Millionen auf 290 Millionen Dollar reduziert, während gleichzeitig der Zinssatz um 75 Basispunkte angehoben wurde.
Besonders belastend wirkt die neue Klausel zur Schuldentilgung, die vorsieht, dass 30 Prozent der freien Cashflows für die Rückzahlung bestehender Verbindlichkeiten verwendet werden müssen. Dies schränkt den finanziellen Spielraum für weitere Explorationsaktivitäten und Investitionen in die Infrastruktur erheblich ein. Analysten sehen darin ein Hindernis für das mittelfristige Wachstum des Unternehmens.
Die Fremdkapitalkosten wurden zudem durch die jüngste Herabstufung der Kreditwürdigkeit negativ beeinflusst. Eine führende Ratingagentur hat das Unternehmen von B+ auf B herabgestuft und den Ausblick auf „negativ“ gesetzt. Als Begründung wurden die anhaltenden operativen Herausforderungen und die verschlechterte Liquiditätsposition angeführt.
Strategische Neuausrichtung angekündigt
Als Reaktion auf die aktuellen Herausforderungen hat die Unternehmensführung eine umfassende strategische Neuausrichtung eingeleitet. Der Schwerpunkt wird künftig auf der Konsolidierung der bestehenden Betriebe und der Steigerung der Effizienz liegen, anstatt auf aggressive Expansion zu setzen. Das Management plant, nicht-strategische Vermögenswerte zu veräußern und die Mittel zur Stärkung der Bilanz einzusetzen.
Ein zentrales Element der neuen Strategie ist das Kostensenkungsprogramm, das jährliche Einsparungen von mindestens 35 Millionen Dollar anstrebt. Dies umfasst die Reduzierung des Verwaltungspersonals um 12 Prozent, die Neuverhandlung von Lieferantenverträgen und die Optimierung der Logistikkette. Zudem sollen die Explorationsausgaben für Neuprojekte um 40 Prozent gekürzt werden, während die Ressourcen auf die Erweiterung der bestehenden Minen konzentriert werden.
Die Neuausrichtung umfasst auch eine verstärkte Absicherungsstrategie für die Edelmetallproduktion. Das Unternehmen hat Verträge abgeschlossen, die etwa 30 Prozent der Goldproduktion und 25 Prozent der Silberproduktion für die nächsten 18 Monate zu festgelegten Preisen absichern. Diese Maßnahme soll die Einnahmen stabilisieren und die Planungssicherheit erhöhen, geht jedoch zu Lasten potenzieller Gewinne bei steigenden Edelmetallpreisen.
Trotz der aktuellen Herausforderungen liegt der Aktienkurs noch immer 10,59 Prozent über dem Niveau von vor einem Jahr und 10,79 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 4,00 Euro, das erst im April 2024 erreicht wurde. Marktbeobachter bleiben jedoch skeptisch, ob die angekündigten Maßnahmen ausreichen werden, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen und den negativen Trend zu stoppen.
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