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Commerzbank: Neues 52-Wochen-Hoch – Wie weit kann es gehen?

Die Aktie der Commerzbank gehörte zuletzt mit rund 20 % zu den Gewinnern im MDAX. Aktuell notiert sie bei knapp 9,70 Euro und könnte auch im neuen Jahr weiteres Kurspotenzial haben.

Die Sanierung der Commerzbank geht zügig voran. Das Ziel einer angemessenen Rentabilität ist erreicht, jetzt gilt es den eingeschlagenen Kurs konsequent weiterzugehen. Ein weiterer Meilenstein ist die Kostensenkung. Trotz der hohen Inflation ist diese bisher weit fortgeschritten, aktuell beträgt die Kostenquote 69 %, sie soll aber weiter Richtung 60 % sinken.

Die Eigenkapitalanforderungen der EZB werden zurzeit übertroffen. Dies schafft die Voraussetzung zu Wiederaufnahme der Dividendenzahlung. Vorgesehen ist eine Ausschüttung von 30 % des Gewinns. Die Zahlung zukünftiger Dividenden ist ein wesentlicher Schritt, um die Aktie nachhaltig attraktiv für Anleger zu machen.

Starke Zahlen in den ersten neun Monaten

Die Erträge stiegen um 12 % auf 7,1 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis stieg auf 1,57 Mrd. Euro, im Vorjahreszeitraum lag es bei 9 Mio. Euro. Das Ergebnis wurde durch die Sonderbelastung der Tochterbank in Polen mit 270 Mio. Euro belastet, dies ist jedoch ein einmaliger Kostenfaktor.

Für das laufende Jahr ist ein operativer Gewinn von deutlich mehr als 1 Mrd. Euro geplant. Mit der Strategie 2024 plant die Commerzbank den Erfolgskurs weiter fortzusetzen. So sollen 10.000 Stellen im Inland und Ausland gestrichen werden. Der operative Gewinn soll dann bei 3,2 Mrd. Euro liegen.

Commerzbank bekommt höheres Kursziel

Mit fortschreitender Verbesserung der Ertragslage sollte die Aktie davon profitieren. Das sehen auch immer mehr Analysten so. Exemplarisch dafür Jefferies, die gerade die Aktie mit einem deutlich höheren Kursziel versehen haben. Dieses wurde von vormals 8,20 Euro auf 10,70 Euro angehoben.

Das hat heute auch den Wert beflügelt, der so ein neues 52-Wpochen-Hoch markieren kann. Sollte dieser Ausbruch bestätig werden können, wäre theoretisch der Weg frei, um weiter in Richtung des 2018er Hochs bei knapp 14 Euro zu laufen. Anleger können also noch zugreifen, zumal die Aktie mit einem geschätzten KGV von 7,5 für dieses Jahr noch nicht zu teuer ist.