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Electronic Arts hat einen weiteren Volltreffer gelandet

Am kommenden Freitag ist es soweit! Abermillionen von Fans weltweit, aber natürlich besonders in den USA, fiebern dem Saisonstart der American Football League entgegen. Allerdings startet diese in ihre inzwischen 101. Saison seit ihrer Gründung mit erheblichen Hypotheken, Stichwort Corona. Es gab keine PreSeason-Spiele, entsprechend gibt es derzeit auch keine wirklichen Anhaltspunkte, welches Team sich in diesem Jahr besonders gut präsentieren könnte. Außerdem hatte die Liga es ermöglicht, dass Spieler temporäre Ausstiegsklauseln ziehen, wovon auch etliche Leistungsträger Gebrauch machten.

Dennoch: Auch in diesem Jahr wird die NFL nach dem Motto „Brot und Spiele“ den Fans einiges zu bieten haben, auch wenn diese vorerst mit Stadion-Restriktionen und möglicherweise virtuellen Übertragungen etc. leben müssen. In dieser Situation steht nun der Spiele Entwickler Electronic Arts erneut bereit, die Fantasien und Sehnsüchte der Football-Fans zu erfüllen.

Neues Spiel bricht Rekorde

Seit 1988 veröffentlicht Electronic Arts jedes Jahr die sogenannte Madden NFL Sportsimulation (benannt nach dem US-Football Trainer John Madden). Für das Unternehmen ist das eine absolute Erfolgsgeschichte. Im letzten Jahr konnten mit Madden NFL 20 neue Rekordmarken gesetzt werden, die aber nun nur eine Woche nach offizieller Veröffentlichung von Madden NFL 21 geradezu pulverisiert wurden. Denn das neue Spiel konnte in der ersten Woche (Verkaufsstart war am 28. August) fast 20 % mehr Verkäufe verbuchen als das Vorgängerspiel.

Was durchaus überraschend ist. Denn im Vorfeld gab es viel Kritik von Spieletester. Doch die Praxis spricht eine andere Sprache. Denn allein in den ersten sieben Tagen wurden mit der neuen Software mehr als 460.000 Football-Seasons durchgespielt, ein Plus von satten 50 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Daran kann man sehen, dass die amerikanischen Football-Fans geradezu ausgedörrt sind nach der langen Pause.

Zu konservative Prognosen für Electronic Arts?

Entsprechend spannend dürfte es werden, wenn Electronic Arts seine nächsten Quartalszahlen vorlegt. Dies wird wahrscheinlich am 5. November sein mit den Zahlen zum zweiten Fiskal-Quartal. Interessant hierbei der Blick auf die aktuellen Analystenprognosen. Denn diese gehen für das laufende Quartal nur von einem Gewinn je Aktie von 0,04 Dollar aus mit einem durchschnittlichen Umsatz von 970 Millionen Dollar. Das wäre natürlich ein erheblicher Rückfall gegenüber den Q1-Zahlen, die einen Gewinn je Aktie von 1,38 Dollar bei einem Umsatz von 1,39 Milliarden Dollar ausweisen konnte und damit die Analystenerwartungen deutlich übertrafen.

Hier schlummert also noch erhebliches Überraschungspotenzial, wenn es tatsächlich mit Madden 21 so weitergeht. Ganz abgesehen davon, dass für das Q3, also dem Weihnachts-Quartal, mit einem Gewinn je Aktie von 2,89 Dollar mit einem Umsatz von mehr als 2,3 Milliarden Dollar gerechnet wird.

Aktie im Korrekturmodus?

Natürlich ist Electronic Arts nach der Rallye seit März nicht mehr billig. Das KGV für die nächsten zwölf Monate liegt bei sportlichen 23 und damit über dem 5-Jahres-Durchschnitt von knapp 22. Insofern geht die aktuelle Kurskorrektur durchaus in Ordnung. Wie weit diese reichen wird, bleibt abzuwarten, nachdem auch die charttechnischen Signale eher einen Verkauf implizieren. Hier würden wir mit Korrekturwerten um 123 Dollar rechnen, im schlechtesten Fall natürlich als Ziel die 200-Tage-Linie bei derzeit knapp 117 Dollar. Aber die technischen Indikatoren würden in solch einem Fall natürlich eine deutlich überverkaufte Situation signalisieren und damit stünde ein baldiger Rebound im Raum.

Chart Electronic Arts

Chart Electronic Arts

Fazit: In den aktuellen Korrekturmodus hinein zu kaufen, ist natürlich nicht ratsam. Aber es gilt hier besonders scharf zu beobachten, wann hier eine Trendumkehr möglich wird. Denn fundamental hat Electronic Arts viel zu bieten und das sollte sich in absehbarer Zeit auch wieder in steigenden Kursen niederschlagen.

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