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Hapag-Lloyd: Kurssprung nach Fusionsgerüchten

Ein Medienbericht hat heute dazu geführt, dass die Aktie der Reederei Hapag-Lloyd zweistellig zulegen kann. Denn die Container-Reederei soll kurz vor dem Abschluss von Fusionsgesprächen mit einem arabischen Wettbewerber stehen.

© Hapag-Lloyd

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Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Dieses Sprichwort scheint diesmal ganz besonders für Hapag-Lloyd zu gelten. Denn nach einem Bericht des Manager Magazins soll die deutsche Reederei kurz vor der Fusion mit United Arab Shipping Company (UASC) stehen. Auf solche Gerüchte müsste man zwar nichts geben, doch das Schiff-Fahrts-Unternehmen erklärte, noch am heutigen Tag dazu Stellung nehmen zu wollen. Ein Dementi sieht anders aus.

Hapag-Lloyd kann seinen Wettbewerbs-Platz festigen

Käme es hier zu einer Fusion, würde das neue Unternehmen in der Rangliste der weltweit tätigen Container-Reedereien eine deutliche Verbesserung machen. Schon durch die Übernahme der chilenischen CSAV war man auf Platz 4 der weltweiten Kapazitäten-Rangliste gekommen.

Reedereien

Doch in den vergangenen Monaten hatten neue Übernahmen und Allianzen bei dem Konkurrenten dafür gesorgt, dass Hapag-Lloyd wieder abrutschte. Nun könnte man mit der in Kuwait und Dubai beheimateten UASC zumindest zur Spitzengruppe aufschließen.

Aktionäre von Hapag-Lloyd drängen auf weitere Übernahmen

UASC selbst ist im Besitz mehrerer arabischer Staatsfonds. Bei Hapag-Lloyd hat nach der Fusion mit CSAV neben dem Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne und der Stadt Hamburg auch die chilenische Quinenco-Gruppe das Sagen. Kühne selbst dürfte hinter der Fusion von deutscher Seite die treibende Kraft sein, weil er dafür bekannt ist, hier ein externes Wachstum der Reederei zu propagieren.

Nach der Fusion könnten die arabischen Anteilseigner rund ein Drittel an dem fusionierten Unternehmen besitzen, was am Markt in Erinnerung an ähnliche Konstellationen für gute Laune sorgt. Ganz zu schweigen davon, dass eine noch größere Hapag-Lloyd im Umfeld eines immensen Kosten- und Preisdrucks noch besser an der Spitzengruppe dranbleiben könnte und auch die gerade gezeigte Rückkehr in die Profitabilität weiter ausbauen könnte.

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Hapag-Lloyd vor Chartausbruch

Im Ergebnis konnte die Aktie bis zur Stunde rund 10% zulegen. Damit hat sie sich auch in eine sehr spannende charttechnische Konstellation manövriert, da hier ein Break des Widerstands bei 18 Euro nun im Raum steht.

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