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Heidelberger Druck: Mögliche Trendwende in Sicht?

Der deutsche Maschinenbauer Heidelberger Druck hat seiner Ergebnisse für die zurückliegenden neun Monate im laufenden Geschäftsjahr präsentiert. Dabei musste das Unternehmen zwar erneut im Jahresvergleich einen Umsatzrückgang um 2,5 % auf 1,69 Milliarden Euro hinnehmen. In der Profitabilität konnte das SDAX-Unternehmen allerdings klare Verbesserungen ausweisen.

Operativ verdiente man auf Basis des EBITDA 135 Millionen Euro. Dies entsprach einem Plus um 8 % zum Vorjahreszeitraum. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von vormals 7,2 % auf 8 %. Allerdings blieb netto davon nicht viel übrig. Denn Heidelberger Druck musste mehr Steuern zahlen und auch für Pensionen höhere Zinsen in Kauf nehmen. So ging der Nettogewinn um gut ein Drittel auf 34 Millionen Euro zurück. Allerdings bestätigte das Unternehmen seine Ziele für das Geschäftsjahr.

Somit erwartet Heidelberger Druck nach wie vor einen Jahresumsatz auf Höhe des Vorjahreszeitraums. Dies wären rund 2,44 Milliarden Euro. Bei der EBITDA-Marge wird ebenfalls ein Wert auf Vorjahresniveau von damals 7,2 % aber. Angesichts der bisherigen Ergebnisse sollte zumindest hinsichtlich der Profitabilität eine mögliche positive Überraschung im Raum stehen. Deshalb reagierte auch die Börse auf die vorgelegten Zahlen mit einem heutigen ordentlichen Plus von derzeit 2,8 %.

Allerdings bleibt abzuwarten, ob damit eine technische Gegenreaktion gegenüber den bisherigen deutlichen Verlusten eingeläutet werden könnte. Vorrangiges Ziel dürfte erst einmal sein, dass die Unterstützung bei 1,10 Euro wieder zurückerobert werden kann, dann wird man weitersehen. Bei einer Gewinnbewertung für das laufende Geschäftsjahr von rund 6,8 im KGV und dem nur 0,1-fachen des Umsatzes bliebe natürlich viel Luft nach oben. Doch dafür muss Heidelberger Druck wieder eine handfeste Investmentstory entwickeln und das kann offenbar nur über das Verpackungssegment laufen. Die Aktie sollte vor diesem Hintergrund auf jeden Fall auf eine Watchlist.