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Nel ASA nach Zahlen: Reicht das aus für einen Chartausbruch?

Der norwegische Wasserstoff-Produzent Nel ASA hat seine Zahlen zum zweiten Quartal präsentiert. Auf den ersten Blick sahen diese Daten durchaus vernünftig aus. Das galt insbesondere für den Umsatz, der sich im Berichtszeitraum auf 183 Millionen Kronen (NOK) verbessern konnte. Dies entsprach einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von immerhin 11,5%. Indes:

Nel ASA kam mit diesen Zahlen deutlich unter den Analystenerwartungen heraus. So hatten die von FactSet befragten Analysten mit einem Quartalsumsatz von knapp 245 Millionen NOK gerechnet. Hinter den Erwartungen blieb das Unternehmen auch bei der Profitabilität. Beim bereinigten EBITDA meldete Nel ASA einen Verlust von 197 Millionen NOK. Hier lag der Marktkonsens bei einem Verlust von nur 149,4 Millionen NOK. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen einen Verlust von 120,3 Millionen NOK ausweisen müssen. Auch damals fiel das Ergebnis schlechter aus als erwartet.

Deutliche Steigerung bei Auftragseingängen

Dennoch gab es durchaus zwei Lichtblicke: Zum einen konnte Nel ASA einen Auftragseingang von 236 Millionen NOK verbuchen, ein Zuwachs zum Vorjahreszeitraum um immerhin 61%. Außerdem hat sich im Jahresvergleich die Liquiditätssituation deutlich verbessert.

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Hatte man im letzten Jahr noch eine Cash-Position von rund 3,07 Milliarden NOK ausgewiesen, konnte sich diese nun auf 3,64 Milliarden NOK verbessern. Dies vor allem aufgrund einer Privatplatzierung im ersten Halbjahr über 1,5 Milliarden NOK.

Charttechnik vor einem „großen Brocken“

Damit der Blick auf die Aktie: Diese hatte Mitte Juli ihre 200-Tage-Linie überwinden können und diese neue Unterstützung seitdem auch schon zweimal bestätigt. Allerdings ist Nel ASA damit charttechnisch noch längst nicht aus dem Schneider. Denn im Bereich von 17 NOK kumulieren gleich mehrere Abwärtstrends. Ein Ausbruch nach oben würde der Aktie natürlich einen erheblichen Sentiment-Schub verschaffen. Allerdings:

Das Zahlenwerk, das jetzt auf dem Tisch liegt, ist in der Gesamtanalyse als eher schwach einzustufen. Auf der einen Seite die Festigung der Finanzpositionen, was entsprechende Perspektiven beinhaltet, dass das Unternehmen auf absehbare Zeit nicht in Zahlungsschwierigkeiten kommen dürfte. Darüber hinaus hatte man auch zuletzt weitere Großaufträge melden können. Aber die Ausweitung des Verlustes sowie die unterdurchschnittliche Umsatzentwicklung sind noch ziemlich rote Ampeln für ein Investment. Deshalb sollten Anleger hier auch weiterhin Zurückhaltung üben.