Oracle Aktie: Drohen weitere Scherben?

Der Technologieriese forciert seine KI-Infrastruktur mit AMD-Partnerschaft und expandiert sein Rechenzentrum-Netzwerk, während die Wertpapiere unter Druck geraten.

Die Kernpunkte:
  • Kooperation mit AMD für KI-Beschleuniger
  • Milliardenprojekt für neues Rechenzentrum in Texas
  • EPM-Cloud-Dienste mit wichtigen Verbesserungen
  • Positive Umsatzentwicklung im Cloud-Segment

Oracle verzeichnete am gestrigen Handelstag einen Schlusskurs von 137,54 Euro, was einen deutlichen Rückgang von 14,20 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage darstellt. Der Technologiekonzern entfernt sich damit weiter von seinem 52-Wochen-Hoch von 184,62 Euro, das im November 2024 erreicht wurde. Aktuell liegt die Aktie 25,50 Prozent unter diesem Höchststand.

Oracle hat sich mit AMD zusammengeschlossen, um seine KI-Infrastruktur erheblich auszubauen. Die Vereinbarung umfasst den Aufbau eines Clusters mit 30.000 MI355X KI-Beschleunigern, wodurch Oracle seine Wettbewerbsposition im Bereich der KI-Verarbeitung stärken will. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Expansion seines Datencenter-Netzwerks durch das Stargate-Projekt voran, ein Joint Venture mit OpenAI und SoftBank. Das erste Datencenter wird derzeit in Abilene, Texas, errichtet und hat ein geschätztes Investitionsvolumen von 1,1 Milliarden Dollar. Diese Einrichtung soll Oracles Kapazitäten im Bereich KI-Training und -Inferenz erweitern und der steigenden Nachfrage nach KI-Diensten gerecht werden.

Produkterweiterungen und Sicherheitsbedenken

Oracle hat mehrere Verbesserungen seiner EPM Cloud-Dienste (Enterprise Performance Management) eingeführt, die sich auf Benutzererfahrung und Prozessoptimierung konzentrieren. Zu den wesentlichen Updates gehören die Migration zur Oracle Cloud Console für Sicherheits- und Benutzerverwaltung, optimierte Systemwartungsprozesse, erweiterte Datenmanagementfunktionen und verbesserte Berichtsfunktionen.

In jüngster Zeit sind jedoch auch Sicherheitsbedenken aufgetaucht. Berichte deuteten auf einen möglichen Datenschutzverstoß im Zusammenhang mit der Oracle Cloud hin. Ein Angreifer behauptete, 6 Millionen Datensätze aus den SSO- und LDAP-Systemen der Oracle Cloud entwendet zu haben, wovon über 140.000 Mandanten betroffen sein sollten. Oracle hat diese Behauptungen jedoch zurückgewiesen und erklärt, dass seine Cloud-Systeme nicht an einem Datenschutzverstoß beteiligt waren.

Branchenauszeichnungen und Finanzergebnisse

Oracles Fusion Cloud CPQ wurde als führende Lösung im Bereich Configure, Price, Quote im Forrester Wave™-Bericht für das erste Quartal 2025 anerkannt. Der Bericht hob Oracles KI-orientierte Innovationsstrategie und seinen umfassenden Ansatz zur Optimierung von Verkaufsprozessen in verschiedenen Branchen hervor.

In seinem Finanzbericht für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 meldete Oracle einen Gesamtumsatz von 14,1 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 6 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Die Umsätze aus Cloud-Diensten und Lizenzsupport stiegen um 10 Prozent auf 11,0 Milliarden Dollar. Allerdings gingen die Umsätze mit Cloud-Lizenzen und On-Premise-Lizenzen um 10 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar zurück. Der GAAP-Nettogewinn betrug 2,9 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 22 Prozent in USD, während der Non-GAAP-Nettogewinn bei 4,2 Milliarden Dollar lag, was einem Anstieg von 6 Prozent in USD entspricht.

Trotz der positiven Entwicklungen in einigen Geschäftsbereichen bleibt die Aktie mit 8,21 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt, was die Herausforderungen widerspiegelt, mit denen das Unternehmen derzeit konfrontiert ist.

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