Pierer Mobility AG Aktie: Ungewissheiten dann doch konstant?

Der Motorradhersteller verstärkt seine Finanzierungsbasis zur Umsetzung des Restrukturierungsplans und dementiert gleichzeitig Forderungen aus Comfort Letters.

Die Kernpunkte:
  • Zusätzliche Finanzierung für Gläubigerzahlungen
  • Wiederanlauf der Fertigung bereits erfolgt
  • Führungswechsel an der Unternehmensspitze
  • Aktienkurs zeigt deutliche Jahresverluste

Die Pierer Mobility AG hat am 1. April 2025 bekannt gegeben, dass ihre Tochtergesellschaft KTM AG weitere 50 Millionen Euro zur Finanzierung des Produktionshochlaufs gesichert hat. Die Aktie des Unternehmens notiert aktuell bei 18,60 Euro und verzeichnet damit einen Tagesverlust von 2,87 Prozent. Die planmäßige Wiederaufnahme der Produktion erfolgte bereits am 17. März 2025. Mit den zusätzlichen Mitteln soll insbesondere die Rückzahlung der bis zum 23. Mai 2025 fälligen 30-prozentigen Cash-Quote an die Gläubiger in Höhe von etwa 548 Millionen Euro unterstützt werden.

Gleichzeitig wies Pierer Mobility Medienberichte zurück, wonach ein österreichisches Kreditinstitut etwa 65 Millionen Euro aus Comfort Letters des Unternehmens gefordert habe. Das Unternehmen stellte klar, dass unter diesen Comfort Letters keine Verpflichtung zur Bereitstellung von Mitteln bestehe und bezeichnete die entsprechenden Forderungen als unbegründet.

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Fortschritte im Restrukturierungsprozess

Der Restrukturierungsplan von KTM AG wurde bereits am 25. Februar 2025 von den Gläubigern genehmigt. Nach diesem Plan erhalten die Gläubiger eine Barquote von 30 Prozent ihrer Forderungen, was einer Gesamtzahlung von etwa 548 Millionen Euro entspricht. Die Zahlungsfrist läuft bis spätestens 23. Mai 2025. Nach Zahlungseingang wird das Gericht den Restrukturierungsplan Anfang Juni 2025 bestätigen, womit das Restrukturierungsverfahren offiziell abgeschlossen wäre. Die finanzielle Situation des Unternehmens spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der im Vergleich zum Vorjahr einen dramatischen Rückgang von 60,34 Prozent verzeichnet.

Führungswechsel bei KTM

Parallel zu den finanziellen Stabilisierungsmaßnahmen kam es im März 2025 zu einem bedeutenden Führungswechsel bei KTM AG. Stefan Pierer, der das Unternehmen über 33 Jahre lang geführt hatte, trat von seinem Vorstandsposten zurück. Die Leitung der KTM AG liegt nun vollständig in den Händen von Gottfried Neumeister, der zuvor als Co-CEO tätig war. Stefan Pierer bleibt jedoch weiterhin Co-CEO der Muttergesellschaft Pierer Mobility AG.

Die eingeleiteten Maßnahmen und Entscheidungen zeigen die Entschlossenheit des Unternehmens, die finanziellen Herausforderungen zu bewältigen und die Produktionskapazitäten der KTM AG wiederherzustellen. Die nächsten Monate werden entscheidend sein für die erfolgreiche Umsetzung des Restrukturierungsplans und die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

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