Aktien DeutschlandNews AktienSliderZertifikate

RWE: Stammaktie ohne Power

Die Fundamentaldaten des Energiekonzerns RWE überzeugen nicht. Außerdem ist dessen Stammaktie charttechnisch angeschlagen. Allerdings dürfte ihr Kurs bald einen Boden finden. Daher eignet sich ein von der Deutschen Bank emittiertes Bonuspapier auf den DAX-Titel als Depotbeimischung.

© RWE

© RWE

Im Sommer dieses Jahres glänzte die RWE-Stammaktie zeitweise mit einer beeindruckenden Kursrallye. Doch seither hat sie leider stark an Wert verloren. Alleine in den zurückliegenden vier Wochen ist der Kurs des DAX-Titels um rund 16 Prozent abgestürzt. Dabei wurde die derzeit bei 13,18 Euro verlaufende 200-Tage-Linie unterschritten, wodurch sich das Chartbild deutlich eingetrübt hat.

Auch fundamental sieht es nicht gut aus: Ein großer Schuldenberg, hohe finanzielle Belastungen aufgrund des Atomausstiegs und fallende Preise an der Strombörse in Leipzig sind die Probleme, mit denen das RWE-Management zu kämpfen hat.

RWE könnte für 2016 eine Dividende zahlen

Voraussichtlich wird RWE das Geschäftsjahr 2016 mit einem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) zwischen 5,2 und 5,5 Milliarden Euro abschließen. Im Vorjahr hatte der Energieversorger noch ein EBITDA von rund sieben Milliarden Euro erzielt. Aus Anlegersicht interessant ist, dass Vorstandschef Rolf Martin Schmitz jüngst in einem Interview mit der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ gesagt hat, dass der von ihm geführte Konzern die Dividende nicht dauerhaft streichen könne.

Nach dem Börsengang der RWE-Tochtergesellschaft Innogy sieht Schmitz „finanziellen Spielraum“. Deshalb erwarten Analysten im Durchschnitt, dass das DAX-Unternehmen im nächsten Jahr 0,30 Euro je Anteilschein ausschütten wird. Basierend auf dieser Schätzung errechnet sich eine Dividendenrendite von 2,6 Prozent.

Energiekonzerne fordern Schadensersatz

Erwähnenswert ist auch, dass am morgigen Dienstag (06.12.2016) das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entscheiden wird, ob die Regierung hierzulande wegen des Atomausstiegs den Energiekonzernen E.ON, RWE und Vattenfall Schadensersatz in Milliardenhöhe zahlen muss. Die Gesamtsumme haben die Kläger nie genannt. Laut Schätzungen von Branchenexperten fordern die drei Unternehmen gemeinsam rund 19 Milliarden Euro Schadensersatz von der deutschen Bundesregierung.

Dass diese Summe gezahlt wird, ist allerdings unwahrscheinlich. Denn Experten gehen davon aus, dass das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsklagen der drei Energieriesen nur teilweise genehmigen wird. Welche Forderungen sich aus dem Urteil ableiten lassen, lässt sich nicht vorhersagen.

Bonuspapier lockt mit üppiger Rendite

Der Kurs der RWE-Stammaktie dürfte bald einen Boden finden. Große Kurszuwächse sollten Anleger bei dem Anteilschein in den kommenden Monaten jedoch nicht erwarten. Daher ist ein Capped-Bonus-Zertifikat (WKN: DL4CVU) von der Deutschen Bank ein interessantes Investment.

Damit lässt sich bis zum 20. September 2017 eine Rendite von 16,7 Prozent (Stand: 02.12.2016) erzielen, wenn der Kurs der RWE-Stammaktie während der Laufzeit nie auf oder unter 8,50 Euro fällt. Derzeit bietet dieses Bonuspapier ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis, weswegen es sich als Depotbeimischung eignet.

Vorheriger Beitrag

2017 soll das Jahr von Nokia werden

Nächster Beitrag

SLM Solutions: Aktie nach Turbulenzen wieder interessant?