Aktien DeutschlandAktien EuropaNewsSlider

Siemens Gamesa: So wird das nichts!

Der Windturbinen-Hersteller Siemens Gamesa hat dem Markt schwache Zahlen zum zweiten Fiskalquartal präsentieren müssen. Das in Spanien beheimatete und zur Siemens-Tochter Siemens Energy gehörende Unternehmen musste zum zweiten Mal in Folge einen Quartalsverlust melden. Dieser lag diesmal bei 165 Millionen Euro, nur ein Deut weniger als die 174 Millionen Euro Verlust aus dem ersten Fiskalquartal.

Die Begründung dafür überraschte nicht: Denn auch hier muss Corona für die schwachen Zahlen herhalten. Insbesondere bei Onshore-Windkraftanlagen verzeichnete Siemens Gamesa spürbare Rückgänge. Unter dem Strich fiel der Umsatz im Berichtszeitraum um 8 % auf 2,204 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn (EBIT) wurde von zuvor 178 Millionen Euro auf nur noch 33 Million Euro geradezu pulverisiert. Die entsprechende Marge lag mit 1,5 % ganze sechs Prozentpunkte unter den Vorjahreswerten.

Siemens Gamesa nur dank Senvion mit besseren Auftragszahlen

Und es dürfte auf absehbare Zeit nicht wirklich besser werden. Denn beim Neugeschäft musste Siemens Gamesa einen Rückgang um 11 % gegenüber dem Vorjahr melden. Zwar konnten das Unternehmen beim Auftragsbestand dank zusätzlicher Serviceverträge, die man von der pleitegegangenen Senvion übernommen hatte, einen Rekordstand von 28,6 Milliarden Euro verbuchen. Doch das riss die Anleger dann am Ende auch nicht mehr vom Hocker.

Aktie bleibt problematisch

Fazit: Auch wenn die derzeitige wirtschaftliche Lage doch stark auch an den Konkurrenten Nordex erinnert, so scheint am Markt derzeit das deutsche Unternehmen einen Tick mehr positive Aufmerksamkeit zu erhalten. Bei Siemens Gamesa droht dagegen nach mehrmaligem Scheitern eines Breaks über die 200-Tage-Linie wieder eine neue Korrektur-Tendenz.

Wo hier der Boden liegen könnte, ist angesichts der extrem volatilen Charttechnik in den letzten Monaten eher ungewiss. Wir würden hier das aktuelle Risiko in den Bereich von rund 13 Euro, womöglich 12,50 Euro legen. Im Resultat wäre Siemens Gamesa so oder so derzeit für uns kein Kauf.

Chart Siemens Gamesa

Chart Siemens Gamesa

Vorheriger Beitrag

Nordex: Einkassierte Jahresprognose, aber…

Nächster Beitrag

Tesla: Neues vierstelliges Kursziel – Gerechtfertigt?