Stadler Rail Aktie: Jahresrückblick 2023

Der Schweizer Zughersteller expandiert mit innovativen Projekten in Italien und Polen, während die Aktie unter Druck steht und Analysten vorsichtig bleiben.

Die Kernpunkte:
  • Internationale Vertragsabschlüsse sichern Wachstum
  • Technologische Innovation bei Zahnradbahnen
  • 400 neue Arbeitsplätze durch polnische Bestellungen
  • Prognostizierter Gewinnsprung für 2025

Die Stadler Rail Aktie durchläuft aktuell eine schwierige Phase an den Börsen. Am 4. April 2025 verzeichnete das Papier einen deutlichen Rückgang von 4,49 Prozent auf 20,08 Euro. Die negative Entwicklung setzt sich auch im größeren Zeitrahmen fort – mit einem Minus von 7,32 Prozent auf Monatssicht und sogar 32,60 Prozent im Jahresvergleich.

Bei der fundamentalen Bewertung zeigt sich ein gemischtes Bild: Während das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 0,62 auf eine potenzielle Unterbewertung hindeutet, signalisiert das relativ hohe Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 52,27 das Gegenteil. Die Analysten positionieren sich entsprechend zurückhaltend – drei Viertel der Experten nehmen eine neutrale Haltung ein, während zwei von acht sogar zum Verkauf raten.

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Der Schweizer Zughersteller vermeldet jedoch bedeutende Fortschritte im operativen Geschäft. In Italien konnte Stadler einen neuen Vertrag mit Ferrovie della Calabria über drei diesel-elektrische Meterspur-Züge abschließen. Damit steigt die Gesamtzahl der in Italien verkauften maßgeschneiderten Züge auf über 100. Die Produktion soll am Hauptsitz in Bussnang stattfinden, mit einer geplanten Inbetriebnahme Anfang 2027.

Internationale Expansion schafft neue Arbeitsplätze

Auch in Polen verzeichnet Stadler Rail Erfolge. Koleje Mazowieckie hat 14 zusätzliche Flirt-Triebzüge bestellt, wodurch 200 neue Arbeitsplätze entstehen. Insgesamt schafft das Unternehmen durch polnische Aufträge 400 neue Stellen.

Auf technologischer Ebene positioniert sich Stadler mit innovativen Lösungen. Das Unternehmen hat den nach eigenen Angaben weltweit schnellsten Zahnradbahn-Zug mit dem v+ Bremssystem entwickelt, der die Fahrzeit auf der Strecke Andermatt-Göschenen um vier Minuten verkürzt. Zudem ist die Nachrüstung von elf bestehenden ORION-Einheiten geplant.

Die besonderen Stärken des Unternehmens liegen in maßgeschneiderten Lösungen für komplexe Streckenprofile, alternativen Antriebssystemen wie Wasserstoff, Batterie und Diesel-Elektrik sowie einer breiten internationalen Diversifikation, die zur Wettbewerbsfähigkeit beiträgt.

Finanzieller Ausblick und Marktherausforderungen

Für das laufende Geschäftsjahr 2025 prognostizieren Analysten einen erheblichen Gewinnsprung auf 1,18 CHF je Aktie, nach 0,38 CHF im Vorjahr. Die Dividendenprognose liegt bei 0,70 CHF. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten beträgt 21,31 CHF, mit einer Spanne zwischen 17,00 CHF und 25,00 CHF.

Trotz dieser positiven Aussichten steht Stadler Rail vor einigen Herausforderungen. Dazu zählen Verzögerungen bei Mindestbestellmengen, etwa in Berlin, sowie Umweltkatastrophen, die die Finanzergebnisse belasten können. Auch die hohe Volatilität der Aktienperformance stellt für Anleger ein Risiko dar.

Stadler Rail zeigt sich somit als Unternehmen mit deutlichen Wachstumsimpulsen durch internationale Aufträge und technologische Innovationen, das gleichzeitig mit kurzfristiger Marktvolatilität zu kämpfen hat. Die jüngsten Auftragserfolge in Italien und Polen könnten mittelfristig positive Auswirkungen auf den Aktienkurs haben, während die hohe Bewertung und die zurückhaltenden Analysteneinschätzungen zur Vorsicht mahnen.

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