TSMC Aktie: Wird das noch gutgehen?

Der taiwanesische Halbleitergigant baut drei Produktionsstätten in Arizona für KI-Chips, kämpft jedoch mit steigenden Kosten und Personalengpässen in Amerika.

Die Kernpunkte:
  • Massive Investitionen in US-Chipproduktion geplant
  • Höhere Fertigungskosten im amerikanischen Markt
  • Geopolitische Risiken durch Standortdiversifizierung minimieren
  • Kursrückgang trotz langfristigem Aufwärtstrend

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) hat eine Investition von 100 Milliarden Dollar für die Erweiterung seiner Aktivitäten in den USA angekündigt. Der derzeit bei 158,80 Euro notierende Halbleiterhersteller plant den Bau von drei neuen Fertigungsanlagen, zwei Advanced-Packaging-Einrichtungen und einem bedeutenden Forschungs- und Entwicklungszentrum in Arizona. Diese Investition zielt darauf ab, TSMCs Kapazitäten bei der Produktion fortschrittlicher Chips für künstliche Intelligenz und andere Spitzentechnologien zu stärken.

Die Ankündigung hat unterschiedliche Reaktionen von Branchenexperten hervorgerufen. Der ehemalige Intel-CEO Pat Gelsinger äußerte Skepsis bezüglich der Auswirkungen dieser Investition auf die Wiederbelebung der US-Chipproduktion. Er betonte, dass ohne die Verlagerung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in die USA eine Führungsposition im Halbleitersektor schwer zu erreichen sei. TSMC plant, seine Kern-F&E-Aktivitäten in Taiwan zu belassen und US-Operationen auf die Weiterentwicklung bestehender Technologien zu beschränken.

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Operative Herausforderungen und finanzielle Auswirkungen

Der Aufbau fortschrittlicher Produktionsanlagen in den USA bringt erhebliche operative Herausforderungen mit sich, insbesondere hinsichtlich Arbeitskräften und Infrastruktur. TSMC hat Schwierigkeiten bei der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter eingeräumt, was zu Verzögerungen im Anlagenbetrieb führt. Das Unternehmen hat angegeben, dass die erste Fabrik in Arizona voraussichtlich 2025 die Produktion aufnehmen wird, weitere Anlagen sollen in den folgenden Jahren folgen.

Die Produktionskosten in den USA werden deutlich höher eingeschätzt als in Taiwan. Schätzungen zufolge könnte die Herstellung eines 300-mm-Wafers in Arizona fast 10% teurer sein als in Taiwan. Diese Kostendifferenz resultiert aus Faktoren wie Baukosten, Arbeitskräften und Betriebskosten. Die Aktie hat in den letzten 30 Tagen erheblich an Wert verloren und liegt mit einem Minus von 11,88% deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 183,43 Euro. Dies könnte auf Bedenken der Investoren bezüglich der hohen Kosten für US-Operationen und deren potenzielle Auswirkungen auf die Gewinnmargen zurückzuführen sein.

Geopolitische Bedeutung und strategische Überlegungen

TSMCs Expansion in die USA wird nicht nur von wirtschaftlichen Faktoren getrieben; auch geopolitische Aspekte spielen eine entscheidende Rolle. Der Schritt wird als strategische Maßnahme zur Diversifizierung der Produktionsstandorte angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen zwischen den USA und China betrachtet. Durch den Aufbau einer signifikanten Fertigungspräsenz in den USA zielt TSMC darauf ab, Risiken im Zusammenhang mit möglichen geopolitischen Konflikten und Unterbrechungen der Lieferkette zu minimieren.

Trotz des aktuellen Kursrückgangs von 19,23% seit Jahresbeginn zeigt der langfristige Trend nach oben – im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet die Aktie einen Zuwachs von 25,63%. Die Entscheidung, in den US-Markt zu expandieren, unterstreicht TSMCs Engagement, die wachsende Nachfrage nach fortschrittlichen Chips, insbesondere für KI-Anwendungen, zu bedienen. Das Unternehmen steht jedoch vor komplexen Herausforderungen wie höheren Betriebskosten, Personalmangel und geopolitischen Unsicherheiten, die sich auf die globale Halbleiterlandschaft und die finanzielle Performance des Unternehmens auswirken werden.

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