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Wirecard: Fallen hier Anleger auf einen Irrtum rein?

Die Rallye bei der zahlungsunfähigen Wirecard dürfte auch zur Wochenmitte weitergehen, wenngleich vielleicht nicht mehr ganz so dramatisch wie in den vergangenen Tagen. Neuen Treibstoff gibt es jedenfalls von Aussagen des Insolvenzverwalters. Dieser hat erklärt, dass es für etliche Geschäftsbereiche wie auch für das Kerngeschäft Kaufinteressenten gäbe.

Das ist durchaus möglich. Doch bedeutet das letzten Endes nichts anderes, als dass die noch börsennotierte Wirecard AG schlichtweg ausgeschlachtet wird. Am Ende wird nur noch eine mehr oder weniger wertlose Hülle vorhanden ist. Da stellt sich natürlich die Frage, was sich Anleger erhoffen, die jetzt noch in diesen Wert investieren?

Wirecard-Aktionäre werden leer ausgehen!

Die Antwort scheint auf den ersten Blick klar: Hier geht es um reine Zockerei, Casino oder sonst was. Jedenfalls nicht um irgendwelche fundamentalen Bewertungen. Denn Fakt dürfte sein: Alle Verkaufserlöse, die durch entsprechende Asset-Verkäufe in die Kasse kommen, dürften direkt an die Gläubiger weitergereicht werden.

Zur Erinnerung: Es ist von mindestens 2 Milliarden Euro Schulden auszugehen, wahrscheinlich sogar höher. Angesichts der Tatsache, dass Wirecard derzeit nur mit rund 400 Millionen Euro an der Börse bewertet wird, dürfte wohl kaum ein interessierter Investor bereit sein, hier höhere Summen springen zu lassen. Es werden klassische Ausverkaufspreise sein, die vielleicht einen Teil der Schulden decken werden, aber nichts übrig lassen für die Aktionäre.

Kein gutes Geld hinterher werfen

Damit ist das, was derzeit an der Börse passiert, vollkommen irrational. Denn ohne jegliche fundamentale Begründung kann es letztlich von einem Tag auf den anderen genauso wieder passieren, dass der Kurs von Wirecard in sich zusammenbricht. Deshalb an dieser Stelle erneut die dringende Warnung: Bleiben Sie diesen Wert jetzt und in Zukunft fern. Es ist der sprichwörtliche „tote Gaul“.

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